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Die Präsentation ist beendet und der Redner stellt zum Abschluss die Frage: „Haben Sie noch Fragen?“ Schweigen. Stille. Eine merkwürdige Atmosphäre legt sich wie ein Schleier über den Raum, fast schon unangenehm. Mit einem beherztem „OK, also wenn es keine Fragen mehr gibt, dann vielen Dank“ erlöst der Redner seine Zuhörer von diesem Moment. Die Präsentation ist vorbei und hier wurde wieder einmal unter Beweis gestellt, wie Fragerunden schnell überflüssig gemacht werden.

Kommt Dir das bekannt vor? So oder so ähnlich erleben wir immer wieder, wie eine Präsentation
unglücklich beendet wird. Dabei verpasst der Redner die Chance sein Publikum zu aktivieren, in den Dialog mit den Teilnehmern zu gehen und sich noch kompetenter und wirkungsvoller darzustellen. Unsere Empfehlung: Betrachte es als wertvolle Gelegenheit, Fragen aus dem Publikum beantworten zu dürfen. Wann immer Du bei Deinen Präsentationen Zeit und Raum hast, einen Fragen-Teil anzuschließen, tue es! Damit das in Deinem Fall allerdings nicht so endet wie in obigem Beispiel, erhältst Du nachfolgend ein paar Tipps zur zielführenden Moderation der Fragen aus dem Publikum.

  1. Informiere Dein Publikum, wie Du mit Fragen umgehen wirst

    Gib Deinen Zuhörern gleich zu Beginn Deiner Ausführungen den Hinweis, dass es am Ende der Präsentation die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Teile ihnen auch mit, ob Zwischenfragen gestellt werden dürfen oder nicht.Der Vorteil einer Fragerunde am Ende Deiner Präsentation ist, dass Du in Deinem Gedanken- und Redefluss nicht unterbrochen wirst. Außerdem besteht die Gefahr, dass durch Zwischenfragen Dein Zeitkonzept schnell aus dem Ruder laufen kann. Und die Erfahrung zeigt auch, dass sich viele Fragen während Deiner Präsentation automatisch beantworten, wenn Du Dich gut auf Dein Thema und Dein Publikum vorbereitet hast. Die Fragen, die dann am Ende für die Fragerunde übrig bleiben, zeugen dann eher von Qualität und Interesse an Deinem Thema.

  2. Schaffe einen klaren Rahmen für die Fragerunde

    Sobald Du den Vortragsteil Deiner Präsentation beendet hast, leite die Fragerunde ein. Dazu ist es hilfreich, den Rahmen für die Fragen zu schaffen. Das machst Du z.B., indem Du formulierst, wie viel Zeit für Fragen vorgesehen ist oder wie viele Fragen gestellt werden können. Das kann sich dann in etwa so anhören:

    „Wir haben jetzt noch 5 (10, 15) Minuten Zeit für Fragen.“
    oder: „Gerne beantworte ich noch 3 Fragen aus dem Publikum.“

    Einen solchen Rahmen zu setzen hat den Vorteil, dass Du Klarheit schaffst und Dein Publikum sich darauf einstellen kann. Außerdem kannst Du Dich bei zu vielen Fragen auf die gesetzte Begrenzung berufen, ohne dass Deine Zuhörer enttäuscht sind.

  3. Fordere Dein Publikum aktiv auf, Fragen zu stellen

    Weshalb Zuhörer keine Fragen stellen, kann vielfältige Gründe haben. Vielleicht trauen sie sich nicht und denken: „Das ist vielleicht eine blöde Frage, nee, lieber bin ich still“ oder „Was denken denn die anderen, wenn ich diese Frage stelle? Ich könnte mich ja blamieren!“. Dabei sind häufig die anderen Zuhörer heil froh, dass jemand anders eine Frage stellt, weil sie sich selbst eben nicht getraut hätten.Damit sich Deine Aufforderung an das Auditorium nicht wie in unserem Eingangsbeispiel anhört und es Dir gelingt, Dein Publikum zu aktivieren, folgende Empfehlung für die Formulierung:

    „Wir haben jetzt noch 5 (10, 15) Minuten Zeit für Fragen. Wer hat die erste Frage?“
    oder: „Gerne beantworte ich noch 3 Fragen aus dem Publikum. Wer möchte die erste Frage stellen?“

    Mit diesen offenen und fordernden Formulierungen versteht Dein Publikum:
    Erstens, dass Fragen jetzt explizit erwünscht sind und zweitens, dass es nun die ausdrückliche Erlaubnis hat, eine Frage zu stellen.

  4. Gib Deinem Publikum Zeit zum Nachdenken

    Jetzt gilt es die Stille, die natürlich auch hier entstehen kann, selbstbewusst auszuhalten. Die Zuhörer brauchen einen Moment zum Nachdenken, um ihre Frage zu formulieren. Gehe davon aus, dass eine Frage kommt. Für den Fall, dass keine Frage kommt, haben wir weiter unten einen Tipp für Dich.

  5. Wiederhole die Fragen, die Deine Zuhörer stellen

    Wird uns eine Frage gestellt, so gehen wir schnell dem Impuls nach, die Frage direkt beantworten zu wollen. Wir glauben vielleicht, dass es wichtig ist, wie aus der Pistole geschossen zu antworten, weil das zeigt, wie gut wir unser Thema beherrschen und wie schlagfertig wir sind. Um professionell und souverän zu wirken, braucht es das nicht. Im Gegenteil!Unsere Empfehlung ist, vor dem Antworten zunächst die Frage des Zuhörers zu wiederholen:

    „Die Frage war…“
    oder: „Ich wurde gefragt, ob / wie / warum …“

    Eine Wiederholung der Frage hat gleich mehrere Vorteile:

    a) Du stellst sicher, dass Du die Frage korrekt und umfänglich verstanden hast (und damit das ganze Publikum). Dazu kannst Du die Frage entweder wortgenau oder besser noch mit Deinen eigenen Worten wiederholen. Letzteres ist eine hohe Kunst der Kommunikation und nennt sich paraphrasieren. Der Sinn des Paraphrasierens ist zu prüfen, ob das, was jemand inhaltlich gemeint hat, vom anderen auch inhaltlich korrekt verstanden wurde. Der Fragensteller hat jetzt die Möglichkeit zu bestätigen oder aufzuklären, was er genau gemeint hat. Übrigens kommt die Wiederholung der Frage beim Fragenden gut an, denn es ist auch eine Wertschätzung der Person gegenüber. Und vielleicht öffnet genau das den Raum für weitere Fragen von Personen, die sich sonst nicht getraut hätten.

    b) Du gewinnst Zeit zum Nachdenken. Vielleicht hast Du die Antwort nicht sofort parat und durch die Wiederholung der Frage gewinnst Du mehr Zeit, um über die Antwort nachzudenken.

    c) Du stellst sicher, dass alle Teilnehmer im Publikum die Frage akustisch verstanden haben. Gerade bei einem größerem Publikum kommt es häufig vor, dass ein Teilnehmer aus der ersten Reihe eine Frage stellt, die Teilnehmer in den hinteren Reihen allerdings die Frage akustisch nicht verstehen. Wenn Du jetzt vor Deiner Antwort die Frage (für alle) nochmals wiederholst, können auch alle Zuhörer Deine Antwort auf die Frage nicht nur akustisch, sondern auch inhaltlich verstehen.

    d) Nicht jeder Zuhörer hört dauerhaft zu. Ja, so sind wir Menschen. Ständig werden wir abgelenkt von eigenen Gedanken, Tagträumereien, einem Zwicken im Bauch, das sich Aufmerksamkeit verschafft. Oder ein zufälliger Blick auf die Uhr lässt uns unruhig werden, weil nach der Veranstaltung noch so viel zu erledigen ist. So ist manch ein Zuhörer froh und dankbar, wenn die Frage wiederholt wird, weil er zuvor nichts davon mitgekriegt hat.

  6. Fordere zu weiteren Fragen auf

    Sobald Du auf die erste Frage kurz geantwortet hast, stelle die nächste öffnende Frage an Dein Publikum:

    „Wer hat die nächste Frage?“

    Wiederhole nach gleichem Muster wie oben unter Punkt 8 auch diese nächste Frage aus dem Publikum, bevor Du antwortest.

  7. Setze ein Signal für das Ende der Fragerunde

    Wenn Du zum Abschluss kommen willst, gib Deinem Publikum einen Hinweis für das Ende der Fragerunde, z.B. folgendermaßen:

    „Wer hat die letzte Frage?“
    oder: „Wir haben noch Zeit für eine abschließende Frage. Wer möchte die letzte Frage stellen?“

    Mit dieser Frage machst Du deutlich, dass nur noch eine einzige Frage zulässig ist. Diese Formulierung ist auch hilfreich, wenn Du zuvor keinen zeitlichen Rahmen für die Fragerunde gesetzt hattest. Sie macht klar, dass das Ende der Präsentation nahe ist.

    Wiederhole auch die letzte Frage aus Deinem Publikum bevor Du sie beantwortest. Wir können das nicht oft genug betonen, denn unser Antwort-Reflex ist mächtig und es braucht einige Zeit und Übung, bis er sich verflüchtigt.

  8. Schließe Deine Präsentation nach der Fragerunde mit einem Fazit

    Nachdem Du alle Fragen aus dem Auditorium beantwortet hast oder Deine Zeit für Fragen abgelaufen ist, ziehe ein kurzes Fazit aus dem gesamten Vortrag mit einem wirkungsvollen Ende (wie Du Deine Präsentation wirkungsvoll beendest, erläutern wir an anderer Stelle). Ein einfaches „Danke und tschüss“ reicht an dieser Stelle nicht aus, wenn Du mit Deiner Botschaft bei den Menschen im Gedächtnis bleiben willst.

  9. Bereite eine eigene Notfall-Frage vor

    Was passiert nun, wenn Deine Zuhörer keine Fragen haben? Es kommt bei der Anwendung unserer Empfehlungen selten vor, dass keine Frage aus dem Publikum gestellt wird, doch ab und an passiert es. Auch hier haben wir einen Tipp für Dich, wie Du diese Situation souverän meisterst. Zu einer guten Vorbereitung einer Präsentation gehört, dass Du Dir überlegst, welche Fragen sich aus Deinen Ausführungen ergeben können. Bereite dazu für Dich selbst eigene Fragen vor. Wenn nun die beschriebene Stille einsetzt und Du diese selbstbewusst eine Weile ausgehalten hast, kommt Deine Notfall-Lösung zum Einsatz und Du formulierst:

    „Was an dieser Stelle häufig gefragt wird, ist….“

    Stelle nun eine der Fragen, die Du für Dich vorbereitet hast und beantworte sie. Der Vorteil ist, dass damit das Eis gebrochen wird und Du den Raum wieder öffnest. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Du jetzt noch einen Punkt ansprechen kannst, der im Vortrag selbst zu kurz gekommen ist oder den Du sogar in Deiner Präsentation vergessen hattest.Fazit: Das peinliche Schweigen ist gebrochen, Du behältst die Führung und hast die Situation professionell gemeistert.

  10. Keine Angst, wenn Du die Antwort nicht weißt

    Das Publikum stellt nach Deiner Präsentation eine Frage und Du kennst die Antwort darauf nicht? Davor haben viele Redner Angst. Wenn das passiert, lasse Dich nicht aus der Ruhe bringen und überlege kurz:
    Fällt diese Frage in Deinen Kompetenzbereich? Wie gravierend wäre es für Deinen Expertenstatus, diese Frage nicht beantworten zu können? Würde die Beantwortung den zeitlichen Rahmen sprengen?

    Je nachdem zu welchem Schluss Deine Überlegung kommt, kannst Du beruhigt auf die Kompetenz eines Kollegen verweisen, wenn Du nicht der Experte / die Expertin dafür bist. Vielleicht sitzt ja ein Experte im Publikum, der die Frage beantworten könnte? Dann gib die Frage offen ins Auditorium. Oder biete an, die Frage im Nachgang bilateral oder per Mail zu beantworten, wenn die Antwort den Zeitrahmen sprengen würde (oder Du die Antwort nicht gleich parat hast). Alternativ sei einfach ehrlich und sage, dass Du die Antwort ad hoc nicht geben kannst und Du sie gerne nachlieferst, wenn das in diesem Moment unschädlich für Dein Expertenansehen ist.

  11. Ein No go in Fragerunden: Fragen loben

    Vermeide es, Fragen Deiner Zuhörer zu bewerten! Häufig hören wir den Satz: „Das ist aber eine gute Frage“. Was sagst Du bei der nächsten Frage, die jemand stellt? Sagst Du wieder: „Das ist aber eine gute Frage“? Wahrscheinlich nicht. Nur, wenn Du es nicht wieder sagst, fragt sich der Fragende, ob seine Frage denn jetzt keine gute Frage war. Also sagst Du vielleicht: „Noch eine gute Frage!“ Nur was machst Du, wenn jemand eine, nennen wir es mal „gehirnamputierte“ Frage stellt? Wenn Du jetzt wieder sagst: „Das ist aber eine gute Frage…“, um den Fragenden wertzuschätzen, wird Dein Publikum schnell denken, was Du denn für einer bist. Das kann nur schief gehen. Gehe all dem aus dem Weg und kommentiere und bewerte keine Fragen, die aus dem Publikum gestellt werden außer mit einem neutralen „Danke für diese Frage“.

Fazit und Zusammenfassung

Du siehst, mit einer gut moderierten Fragerunde kannst Du nur gewinnen. Wenn Du unsere Tipps beherzigst und in Deiner nächsten Präsentation direkt anwendest, wirst Du Deinem Publikum noch wertschätzender begegnen und wirst erleben, wie spannend die Interaktion in einem Fragendialog sein kann. Hier die Tipps nochmal zusammengefasst:

  1. Informiere Dein Publikum, wie Du mit Fragen umgehen wirst
  2. Schaffe einen klaren Rahmen für die Fragerunde
  3. Fordere Dein Publikum aktiv auf, Fragen zu stellen
  4. Gib Deinem Publikum Zeit zum Nachdenken
  5. Wiederhole die Fragen, die Deine Zuhörer stellen
  6. Fordere zu weiteren Fragen auf
  7. Setze ein Signal für das Ende der Fragerunde
  8. Schließe Deine Präsentation nach der Fragerunde mit einem Fazit
  9. Bereite eine eigene Notfall-Frage vor
  10. Keine Angst, wenn Du die Antwort nicht weißt
  11. Ein No go in Fragerunden: Fragen loben

Da bekanntlich nur die Übung den Meister macht, wird es vermutlich einige Fragerunden dauern bis sich unsere Tipps nicht mehr ungewohnt anfühlen und Du sie verinnerlicht hast. Als Übungsplattform empfehlen wir das Qnigge Präsentationstraining I – Die Kunst der wirkungsvollen Rede. Hier lernen die Teilnehmer das Moderationsschema kennen, wenden es unmittelbar im Anschluss an die eigenen Präsentationen an und werden mit echten Fragen der anderen Teilnehmer konfrontiert. Sei dabei und entwickle Deinen Auftritt und Deine Wirkung weiter.

Dein Atem geht flach, Dein Puls rast, Deine Hände werden abwechselnd schwitzig oder kalt, langsam steigt Dir die Röte ins Gesicht und plötzlich der Aufruf: Du bist der / die nächste auf der Bühne. Kennst Du solche Ausdrücke von Nervosität? Sie erwischen Dich in den ungünstigsten Momenten und sorgen dafür, dass Deine Stimme nicht so will wie Du oder Dein Kopf von jetzt auf gleich das Denken aussetzt.

Gegen jedes dieser Symptome gibt es entsprechende Maßnahmen, die Dir helfen können, diesmal geht es jedoch um die Bekämpfung der Ursache: Deiner Nervosität. Es gibt viele Ansätze, um seine innere Ruhe vor der Präsentation oder dem Vortrag wiederzufinden, die meisten davon sind kurzfristig und kommen unmittelbar vor Deinem Auftritt zum Einsatz. Unsere Lösung ist langfristiger gedacht und setzt viel weiter vorne an – denn wir sind der Überzeugung, Übung ist die beste Medizin gegen Nervosität. Wie Du am besten Deine Präsentation übst und warum das so wichtig ist, erfährst Du in diesem Beitrag.

Warum das Üben Deiner Präsentation wichtig ist

Fachwissen zu haben und Fachwissen vermitteln zu können, sind zwei Paar Schuhe. Wenn Du einen Vortrag oder eine Präsentation halten sollst, wird bereits vorausgesetzt, dass Du das entsprechende Wissen dazu hast und dass Du der Experte darin bist. Um dieses Fachwissen auch an Dein Publikum vermitteln zu können, bedarf es also neben der inhaltlichen und didaktischen Vorbereitung (siehe auch Vorbereitung ist alles) die Übung Deiner Präsentation. Je häufiger Du das, was Du sagen möchtest, im Vorhinein übst, desto sicherer wirst Du in Deiner Vortragsweise – das Expertenwissen ist ja schon längst in dir drin, es geht nur darum, wie Du es rüber bringst. Und je besser Du weißt, was Du sagen möchtest, desto weniger kann Dich ein Blackout, ein Abschweifen vom Thema, ein Störfaktor aus dem Publikum oder schlichtweg Deine Nervosität aus der Rolle bringen. Nur, wenn Du das Thema zu 100 % beherrschst (das kannst Du, davon gehen wir aus!) und Dir über den Ablauf und die Inhalte Deiner Präsentation völlig im Klaren bist, trittst Du mit einer Sicherheit auf die Bühne, dass nichts und niemand Dir etwas anhaben kann. Warum dann also noch nervös sein?

Wie Du Deine Präsentation wirkungsvoll übst

Um diese komplette Sicherheit zu erlangen, braucht es, wie bereits erwähnt, Übung – immer und immer wieder, bis Du Deine Präsentation quasi im Schlaf kennst. Idealerweise hast Du jemanden, mit dem Du Deine Präsentation üben kannst und der Dir Feedback gibt. Auch für das Üben alleine gibt es Möglichkeiten.

Inhaltliche Übung

Gehe Deine Präsentation mehrfach im Kopf durch. Was ist das Lernziel jedes Abschnitts? Was soll am Ende bei Deinen Zuhörern hängen bleiben? Überlege Dir auch, wie Du die Übergänge zwischen den Abschnitten gestalten und formulieren kannst. Welcher Gedanke verbindet die Abschnitte? Rufe Dir diese Gedanken immer wieder aufs Neue ins Gedächtnis, um die Gefahr von Blackouts –  insbesondere bei ganz freien Vorträgen ohne Visualisierung – zu minimieren. Außerdem empfehlen wir Dir Stichwortkarten zu machen, am besten im Postkarten-Format. Der Vorteil davon ist, dass Du diese mit einer Hand halten, schnell beiseite legen und auch wieder aufnehmen kannst. Im Unterschied zu Stichwortzetteln aus dünnem Papier wird über die festeren Karten Deine Nervosität nicht so sichtbar.

Übung alleine

Wenn Du Dir Deine Inhalte entsprechend anhand der Notizen oder Visualisierungen (PowerPoint, Flipchart o.Ä.) eingeprägt hast, stelle Dich vor einen Spiegel und trage Dir Deine Präsentation selbst vor. Achte dabei auch auf Deinen Stand, Deine Gestik und Mimik. Ist all das so, wie Du wirken möchtest? Lass Dich jedoch nicht zu sehr davon ablenken. Auch diese Art der Übung kannst du vielfach wiederholen bis Du Dich richtig sicher fühlst. Wenn Du die Möglichkeit dazu hast, nimm Dich zusätzlich auf Video auf. Das hat den Vorteil, dass Du hinterher aus der Außenperspektive bewerten kannst, ob Deine Inhalte und Übergänge stimmig sind, an welchen Stellen es noch hakt oder wo Du Deinen Stand und Deine körperliche Wirkung noch verbessern möchtest.

Übung vor anderen

Idealerweise suchst Du Dir zusätzlich einen Kollegen, Bekannten, Freund oder Freundin, dem Du Deine Präsentation zu Übungszwecken vorträgst. Im Unterschied zum Vortrag vor Dir selbst kann es sein, dass Du vor einem Zuhörer schon ein bisschen Nervosität verspürst und du annähernd unter Realbedingungen üben kannst – insbesondere wenn der- oder diejenige zu Deinem Zielpublikum passt. Trage auch hier Deine Präsentation mehrfach vor und ermögliche Deinem Zuhörer nach jeder Runde Feedback zu geben und Fragen zu stellen. Greife das Feedback auf und arbeite es in die nächste Version Deines Vortrags ein.

 

Am Ende solltest Du Deine Präsentation so oft geübt haben, dass Du Dir wirklich sicher bist darin, was Du auf der Bühne oder auch im Meeting sagen wirst. Und weil Du Dir dessen so bewusst bist und auf alles vorbereitet bist, kannst Du voller Selbstbewusstsein (=sich seiner selbst bewusst sein) auftreten und Dich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Du wirst merken, dass Deine Nervosität Dich nicht mehr in Deiner Präsentation beeinträchtigt und Du ein Heilmittel dagegen gefunden hast: Übung. Und nun viel Freude und Erfolg beim Üben!